In Elzach im Schwarzwald, etwa 30 km nordöstlich von Freiburg, wurden im Rahmen eines Europacups mit internationaler Beteiligung die deutschen Meisterschaften im Para Radsport ausgetragen.

Besonders das Zeitfahren hatten es in sich. 18 Kilometer mit 600 Höhenmetern waren die nackten Zahlen – ein echtes Bergzeitfahren also. Die tatsächlich gefahrenen Zeiten wurden durch eine Faktorberechnung entsprechend der Beeinträchtigung der einzelnen Sportler vergleichbar gemacht, um einen einzigen Deutschen Meister ermitteln zu können. Das Rennen lief auf einen Zweikampf zwischen C1-Zeitfahr-Weltmeister Michael Teuber und Bergspezialist Steffen Warias (Wettkampfklasse C3) hinaus. Am Ende hatte im Fernduell der zwei Paralympicssieger Steffen Warias vom BSV München die Nase vorn. Er gewann mit einer Laufzeit von 37:58,78 Minuten mit genau einer Minute Vorsprung vor Vereinskollege Michael Teuber aus Dietenhausen. Andreas Rudniki (C3) vom BPRSV Cottbus kam mit bereits 2:36 Minuten Rückstand auf Rang 3 und komplettierte das Podium.

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Beim Straßenrennen waren 16 Runden und 51,2 Kilometer auf einem winkligen Stadtkurs zu absolvieren. Nach einem Massenstart aller Wettkampfklassen bildeten sich einige Gruppen. Eine Runde vor Rennende kam es zum Zusammenschluss und Michael Teuber konnte im rasenden Finale ungefährdet den Titel im Straßenrennen vor dem bayerischen Teamkollegen Erich Winkler aus Landshut einfahren. In der internationalen C1/2-Wertung platzierte sich Teuber zwischen Ivo Koblasa (CZ) und Roger Bollinger (CH) aus der leichter behinderten C2 Klasse.

Michael Teuber: „Ich habe versucht, den Zeitfahr-Titel, den ich seit 20 Jahren ununterbrochen hielt, auch in diesem Bergzeitfahren zu verteidigen. Ich konnte meine persönliche Bestleitung abrufen, aber Steffen Warias hat ebenfalls seine Bestzeit auf die Straße gebracht und konnte so das Duell im Faktorsystem verdient gewinnen. Das Straßenrennen war sehr schnell, actionreich und gekrönt mit einem Zielsprint. Genau das, was Zuschauer und Rennfahrer lieben. Umso schöner, dass ich hier den Titel gewinnen konnte.“

Für Sparkassen-Rennfahrer Michael Teuber ist mit der Deutschen Meisterschaft die erste Saisonhälfte beendet. Nach einer kurzen Regenerationsphase wird der fünfmalige Paralympicssieger das Training für die Straßenweltmeisterschaften aufnehmen und dazu zwei Höhentrainingslager absolvieren. Die WM vom 12.-15. September bildet dann den Saisonhöhepunkt und ist gleichzeitig das wichtigste Qualifikationskriterium für die Paralympics Tokio 2020.

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