BahnDM1

Köln. Nach einigen Jahren ohne Deutsche Bahn-Meisterschaften konnte in diesem Jahr ein Veranstalter gefunden werden: Die Para-DM wurde in die Deutschen Meisterschaften der Nachwuchsklassen integriert, so dass sowohl eine professionellen Organisation als auch etliche Zuschauer auf der Haben-Seite des Events im Kölner Rad-Stadion standen. Allerdings war der Zeitpunkt ungünstig gewählt: Paralympics-Aspiranten wie Sparkassen-Rennfahrer Michael Teuber befanden sich gerade in einer letzten Regenerationsphase vor den Spielen im September in Rio de Janeiro, in der eine Intensiv-Belastung wie ein Bahn-Rennen eher kontraproduktiv ist.
Dennoch kamen hochwertige Wettkämpfe und sogar persönliche Bestleistungen zustande - allerdings nicht von Teuber, der mit einer Zeit von 4:15 Minuten in der 3000 Meter Verfolgung unter seinen Möglichkeiten blieb. Dagegen konnte Erich Winkler aus Landshut mit einer Zeit von 4:05 Minuten seine Bestleistung abrufen und schlug Teuber klar. Dritter wurde Andreas Rudnicki aus Nendorf. Ein ähnliches Bild ergab sich im 1000 Meter Zeitfahren: hier holte Winkler in 1:23 Minuten seinen zweiten DM-Titel vor Teuber und Christian Krötz aus Worms.
Teuber zu den Wettkämpfen: "Natürlich wurmt es mich, dass ich keine bessere Leistung abliefern konnte, aber die Luft war raus. Nach 7 Monaten Training war eine Regenerationsphase dringend nötig, um frisch in den letzten großen Trainingsblock vor dem Saisonhöhepunkt gehen zu können, ich konnte keine Spannung für den Wettkampf aufbauen. Gratulation an meinen überragenden bayerischen Teamkollegen und Freund Erich Winkler.
Für die Paralympics in Rio werde ich mich jedoch ohnehin zu 100% auf das Straßenzeitfahren konzentrieren, weil ich ausschließlich dort meine Medaillenchance sehe - auf der Bahn ist der Zug abgefahren, hier werden in der Verfolgung Zeiten von weit unter 4 Minuten gefahren."

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