Michael Teuber verteidigt bei den Paracycling-Weltmeisterschaften seinen Titel im Einzelzeitfahren und holt Bronze im Straßenrennen.

Pietermaritzburg. Besser hätten die Paracycling-Weltmeisterschaften in Pietermaritzburg (Südafrika) für Sparkassen-Rennfahrer Michael Teuber aus Dietenhausen kaum laufen können. Der fünfmalige Paralympicssieger hat seinen Titel im Einzelzeitfahren über 23,3 Kilometer verteidigt und zudem Bronze im Straßenrennen gewonnen.IMG 5926

Als härtester Rivale Teubers auf der anspruchsvollen Zeitfahrstrecke mit insgesamt 360 Höhenmetern stellte sich schnell der Paralympics-Zweite von Rio 2016, Ross Wilson aus Kanada heraus, der nach der ersten von drei Runden sieben Sekunden vor Teuber lag. Doch dann drehte Routinier Teuber auf und nahm dem 14 Jahre jüngeren Wilson in Runde zwei und drei jeweils knapp 20 Sekunden im Duell um den Titel ab. Am Ende gewann der 49-jährige Dietenhausener in einer Zeit von 35:29,66 Minuten mit einem Vorsprung von 28,21 Sekunden und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 39,4 Kilometer pro Stunde. Dritter wurde William Lister aus den USA mit 1:32 Minuten Rückstand. Die Teamkollegen Erich Winkler (Geisenhausen) und Pierre Senska (Berlin) folgten auf den Rängen vier und fünf.

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Michael Teuber ist über seine Titelverteidigung im Zeitfahren überglücklich. "Der kleine Rückstand nach der ersten Runde hat mich nicht beunruhigt, denn ich wusste, dass die Renneinteilung bei einem so langen und schweren Zeitfahren sehr wichtig ist. So konnte ich an den rennentscheidenden Anstiegen vor allem in der zweiten Rennhälfte noch einmal richtig aufdrehen und den Kampf gegen die Uhr für mich entscheiden. Zeitfahr-Titel Nummer Neun, das ist ein einsamer Rekord! Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis bei dieser WM und bin glücklich, dass meine Leistung wieder gereicht hat, um die jüngeren Fahrer in Schach zu halten."IMG 6031

Das Straßenrennen am letzten Wettkampftag war für Teubers C1-Klasse auf 60,7 Kilometer angesetzt. Ein anspruchsvoller Stadtkurs musste zusammen mit den leichter behinderten Klassen C2 und C3 zehnmal durchfahren werden. Nach einem Massensturz in Runde drei bildete sich eine Spitzengruppe mit Michael Teuber, Pierre Senska und dem Spanier Ricardo Ten Argiles. Das Trio baute den Vorsprung zusammen mit Fahrern anderer Klassen Runde für Runde aus, fuhr eine sehr hohe Durchschnittsgeschwindigkeit von 38,5 Kilometern pro Stunde und konnte den Sieg am Ende unter sich ausmachen. Titelverteidiger und Top-Favorit Senska gewann im Sprint nach 1:34,37 Stunden vor Ten Argiles und Teuber. Ross Wilson wurde mit fünf Minuten Rückstand Vierter.ps 20170903 082511 74167

Pierre Senska zu seinem Sieg: „Es war ein extrem hartes Rennen. Am Ende waren wir nur noch zu dritt und neben dem Spanier war zum Glück noch Michael Teuber mit dabei, so dass wir ihn zu zweit beschäftigen konnten. Auf der Zielgeraden habe ich dann meine Stärken im Sprint ausgespielt “

Teuber zu seiner Bronze-Medaille: "Im Straßenrennen war das Tempo von Anfang an sehr hoch, ich habe Sturz und Selektion überlebt und war in der Spitzengruppe, so dass die zweite Medaille gesichert war."

Für Michael Teuber waren die Titelkämpfe in Südafrika die 11. Straßen-Weltmeisterschaften in seiner 20. internationalen Rennsaison. Teuber konnte seine beeindruckende Medaillensammlung auf der Straße auf 21 Medaillen, davon 13 WM-Titel, erweitern. Rechnet man die Bahn-WM-Erfolge dazu, kommt Rekordweltmeister Teuber auf 19 Mal Gold und 32 WM-Medaillen seit 1998.

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Paralympics-Sieger Michael Teuber will bei der Straßen-WM in Südafrika wieder Gold im Einzelzeitfahren holen

 

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Die Straßen-Weltmeisterschaften des Weltradsportverbands UCI im Paracycling finden heuer vom 31. August bis 3. September in Pietermaritzburg/Südafrika statt. Für Sparkassen-Rennfahrer Michael Teuber aus Odelzhausen (BSV München) sind es bereits die elften Weltmeisterschaften auf der Straße. Teuber will den Zeitfahr-WM-Titel von 2015 in Nottwil/Schweiz verteidigen - es wäre sein neunzehnter WM-Titel.

Nach einem trainingsintensiven Frühjahr hat Rekordweltmeister Michael Teuber mit drei Weltcupsiegen im Zeitfahren und weiteren Top-Platzierungen den UCI Gesamtweltcup in seiner Wettkampfklasse gewonnen und führt die Weltrangliste auch in seiner 20. Wettkampfsaison an. Nach der Frühjahrssaison hat der fünfmalige Paralympicssieger im Juli und August zwei 2-wöchige Höhentrainingslager in Livigno/Italien und St. Moritz/Schweiz absolviert, um sich den Feinschliff für die WM zu holen. Deutschlands erfolgreichster Paracycler wähnt sich nun in Top-Form für die Weltmeisterschaften und ist ab dem 27. August mit der Nationalmannschaft in Südafrika.

Teubers großes Ziel ist es, als amtierender Paralympicssieger den Titel im Einzelzeitfahren, den er bei den letzten 10 Weltmeisterschaften bereits acht Mal gewann, zu verteidigen. Ausserdem rechnet sich der Ausdauerspezialist Medaillenchancen im Straßenrennen aus, zumal er auch in dieser Disziplin bereits vier Mal Gold und fünf Mal Silber holte.

In Teubers Wettkampfklasse C1 sind neben dem italienischen Zeitfahr-Vizeweltmeister Giancarlo Masini und dem Paralympics-Zweiten Ross Wilson aus Kanada auch der Berliner Sprintexperte Pierre Senka und der Landshuter Zeitfahrspezialist Erich Winkler am Start. Ebenso wird mit dem Amerikaner William Lister, der im Weltcup heuer einmal Bronze gewann, zu rechnen sein. Dauerrivale Juanjo Mendez aus Spanien muss dagegen nach einem Schlüsselbeinbruch pausieren.

Michael Teuber: "Die erste Saisonhälfte lief mit drei Zeitfahrsiegen im UCI Weltcup super. Mit den Höhentrainingslagern habe ich jetzt nochmal an Form gewonnen. Ich bin bereit für den Saisonhöhepunkt. Mein Hauptziel ist es, den Titel im Zeitfahren zu verteidigen, der lange und wellige Kurs liegt mir. Der Kurs des Straßenrennens ist zwar kurvig, aber nicht besonders bergig, so dass es schwierig wird, eine Selektion herbeizuführen. Wenn es zum Sprint kommt, ist Pierre Senska der klare Favorit, aber ich rechne mir dennoch Chancen auf eine zweite Medaille aus.“

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Michael Teuber will seinen Titel verteidigen und das Regenbogentrikot des Weltmeister ein weiteres Jahr tragen.

Michael Teuber gewinnt Gesamtweltcup und wehrt Angriff auf die Zeitfahr-Krone ab

Emmen/NL. Beim Weltcupfinale in Emmen/Niederlande gewinnt Sparkassen-Rennfahrer Michael Teuber (BSV München) das Einzelzeitfahren. Für den Gesamtsieg genügt dem Paralympicssieger ein vierter Platz im Straßenrennen.

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Michael Teuber mit der Weltcup-Trophäe

Vor dem Weltcup-Finale herrschte eine gewisse Anspannung bei Sparkassen-Rennfahrer Michael Teuber, denn erstmals in der Saison stand mit Silbermedaillen-Gewinner Ross Wilson aus Kanada sein stärkster Rivale der Paralympics in Rio 2016 auf der Startliste. Zudem hatte Wilson im März beide WM-Titel auf der Bahn gewonnen. Auch der Amerikaner William Lister stand nach WM-Silber in der Bahn-Einerverfolgung und einer Fabelzeit bei den US WM-Selektions-Rennen im Zeitfahren erstmals am Start. Prompt legten die zwei Nordamerikaner die Bestzeiten vor und Wilsons Zeit von 24:34 Minuten hielt - bis Teuber kam. Weltmeister Teuber unterbot Wilson Zeit um 15,76 Sekunden und gewann in 24:18 Minuten und einem Schnitt von knapp 42,5 km/h.

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v.l.: Ross Wilson (CAN), Michael Teuber, William Lister (USA)     Foto: UCI

Sprintspezialist Pierre Senska aus Berlin wurde Vierter und hielt somit den Kampf um den Gesamtweltcup spannend, in dem Teuber knapp führte. Die Entscheidung um die Weltcup-Trophäe sollte dann im Straßenrennen, dem letzten von insgesamt 6 Weltcuprennen fallen: Auf dem flachen Kurs blieb das Feld weitgehend zusammen, bis in der winkligen Anfahrt zum Ziel ein Massensturz die Hoffnungen vieler zunichte machte. Der bestens positionierte Senska gewann das Rennen, Teuber, der hinter dem Sturz positioniert war, rollte als Vierter ins Ziel. Die Platzierung genügte Teuber für seinen vierten Gesamtweltcup-Sieg, er lag am Ende mit 304 Punkten vor Senska mit 284 Punkten und dem Italiener Giancarlo Masini, der es auf 216 Punkte brachte.

18987645 1397639900323715 1768698053 oMichael Teuber: „Ich bin sehr zufrieden mit der Weltcup-Saison. Ich blieb im Einzelzeitfahren ungeschlagen, das war hier beim Weltcup-Finale nochmal ein hartes Stück Arbeit, bei dem ich mich im Bereich meiner absoluten Bestleistung bewegen musste. Jetzt richte ich meinen Fokus auf die Weltmeisterschaften, wo ich die Zeitfahr-Krone verteidigen will."

 

 

Foto: Oliver Kremer

 

 

 Die Weltmeisterschaften im Paracycling finden heuer vom 31. August bis 3. September in Pietermaritzburg/Südafrika statt. In Kürze wird der Deutsche Behinderten Sportverband die Nominierungen bekanntgeben.


  

 

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ein clip von meinem #UCIHourRecord beim UCI Tissot UCI Track Cycling World Cup Berlin 2018 für meine deutschsprachigen Freunde🇩🇪🇦🇹🇨🇭...professionelles Fimmaterial👍.
a clip from my #UCIHourRecord attempt at the UCI Tissot UCI Track Cycling World Cup Berlin 2018 for my english speaking friends🇬🇧🇺🇸🇦🇺 ... professional footage👍.
Es ist noch ein Nachtrag fällig☝️. VOR dem Weltrekordversuch standen am Freitag 100 Kilometer östlich von Berlin, in Frankfurt an der Oder, die Deutschen Bahnmeisterschaften auf dem Programm. Ein schönes Warmfahrprogramm und Materialtest für den Weltrekordversuch😜. Ich hatte einen dicken Gang aufgelegt und mit 4:02,271 Minuten eine meiner besten Läufe auf 3000m hingelegt. Dann kam Erich mit einer Hammerzeit von 4:00,543 Min. - Deutscher Rekord👊! Als Dritter im Bunde legte auch Pierre mit einer extremen Steigerung auf 4:03,683 Min. eine persönliche Bestleistung💪 hin. Mit diesen Zeiten sind wir international „best of the rest“ in der Verfolgung, hinter den Medaillengewinnern der letzten WMs! WM-Qualifikationszeit von allen locker geschafft! Im 1000 Meter Zeitfahren war das Ergebnis umgedreht: Pierre gewinnt in 1:21,304 vor Michael (1:23,372) und Erich (1:24,036), wobei hier unsere Zeiten fast bzw. gut 10 Sekunden hinter den internationalen Bestzeiten liegen. Herzliche Gratulation an Erich und Pierre zu den Siegen! Es hat sich mal wieder gezeigt: Konkurrenz belebt das Geschäft. Am Ende ist es für alle von Vorteil, sich gegenseitig zu pushen und zu wissen, dass man sofort durchgereicht wird, wenn man nicht in Form ist - und das Ganze bei 100% Sportsmanship unter uns Dreien.👍👍👍 #WirfuerD Deutsche Paralympische Mannschaft
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